Werbung


Beitragsfreistellung

Eine Kapitallebensversicherung wird oft für einen sehr langen Zeitraum, teilweise für 30 Jahre und mehr, abgeschlossen. In dieser langen Zeit kann viel passieren und in manchen Fällen fehlt das Geld für die regelmäßig anfallenden Beiträge. Hier muss der Versicherungsnehmer in jedem Fall tätig werden und mit dem Versicherer rechtzeitig, bevor Beitragsrückstände entstehen, Kontakt aufnehmen. Eine Möglichkeit ist die Beitragsfreistellung des Vertrages. Der Versicherungsnehmer hat darauf einen gesetzlichen Anspruch (Versicherungsvertragsgesetz § 176), wenn er seinen Beitrag nicht mehr aufbringen kann, oder will.

Welche Auswirkungen hat die Beitragsfreistellung
Jede Beitragsfreistellung hat Auswirkungen auf den abgeschlossenen Vertrag. Da keine Beiträge mehr gezahlt werden, fällt die spätere Leistung niedriger aus, als im Vertrag angegeben. Es kommt kein Geld mehr dazu, so dass zukünftig nur nach die Zinserträge die Summe erhöhen. Manche Versicherer berechnen für entgangene Beiträge sogar Stornogebühren, was die Summe weiter verringert. Bei Kombiverträgen (z.B. Berufsunfähigkeit) fallen die Zusatzleistungen weg, oder sinken. Auch das versicherte Todesfallrisiko verringert sich.
Mit der Beitragsfreistellung gehen in den meisten Fällen auch die Steuervorteile der Lebensversicherung verloren. Damit der Versicherer die Beitragsfreistellung genehmigt, muss ein bestimmtes Mindestguthaben angespart sein (steht in der Regel im Versicherungsvertrag, oder den Geschäftsbedingungen). Wenn das Mindestguthaben nicht erreicht wurde, wird der Lebensversicherungsvertrag beendet und der Rückkaufwert ausgezahlt. Die spätere erneute Beitragszahlung nach einer Beitragsfreistellung muss der Versicherer genehmigen. Dazu ist er jedoch nicht verpflichtet.

 

Welche Alternativen gibt es zur Beitragsfreistellung
Der Versicherungsvertrag kann vom Versicherungsnehmer gekündigt werden. In diesem Fall wird dem Versicherungsnehmer der Rückkaufs wert ausgezahlt. In den meisten Fällen ist das mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden und damit ungünstiger als die Beitragsfreistellung.

Eine weitere Möglichkeit ist der Verkauf der Lebensversicherung. Wenn das Geld benötigt wird ist er oft günstiger als eine Kündigung. Wenn der finanzielle Bedarf kurzfristig und überschaubar ist, kann eine Lebensversicherung auch beliehen werden. Sie dient dann lediglich als Sicherheit für ein Darlehen und die Leistungen bleiben im vollen Umfang erhalten.